Eine botanische Zeit- und Weltreise

ist im Herbst genau richtig! Nicht nur bunte besondere Blätter sind zu finden, auch die Früchte der Bäume werden reif und konnten gesammelt werden. Nach einer kurzweiligen Fahrt mit der Bahn, stiegen wir bei schönstem Sonnenschein in Weinheim aus und machten uns durch die „Grüne Meile“ auf den Weg zum Exotenwald oben am Berg.

Aber gleich in der unteren Parkanlage konnten wir die ersten „Exoten“ anschauen: ein großer 170 Jahre alter Gingko-Baum, Riesenlebensbäume und ein Baum mit Stacheln rundherum – na, wisst ihr noch wie der heißt? Durch die Altstadt ging es an einigen Eisdielen vorbei(!) hinauf zum Schloss und in den Schlosspark mit der herrlichen Libanonzeder. Wir brauchten mehrere Kinder um deren Stamm überhaupt umrunden zu können. Durch ein Astdickicht konnte man sich dann in einem Eibenbusch-Gehölz kämpfen, um oberhalb aus dem Dickicht auf Fotoshootings verschiedener Brautpaare zu blicken.

Weiter wanderten wir den Berg hinauf, vorbei am Mausoleum der Familie von Berckheim, zum Exotenwald mit seinen Riesenmammutbäumen, chilenischen Andentannen, japanischen Magnolienbäumen, der amerikanischen Hickory-Nuss, Kalifornischen Flusszedern, den Sumpfzedern vom Mississippi und weiteren 140 Baumsorten.

Der schönste war der rot- und gelbblättrige Zuckerahorn sowie die rote Scharlacheiche. Bis hinunter zum grünsumpfigen Tümpel sausten wir durch Wald und Flur. In den Kneipp-Becken nebenan kühlten wir unsere heißen Füße und Arme und begaben uns dann zu einem erfrischenden Eis wieder zurück in die Altstadt. Gemütlich schleckend erreichten wir unseren Zug und hatten uns auf der Heimfahrt noch viel zu erzählen.

 

Categories: Freizeiten, Unterwegs